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Die Kirchengemeinde
Ahrenshoop feierte den 50 ten Jahrestag ihrer Schifferkirche am 14. Oktober
2001. In der Strandhalle gab es aus diesem Anlass neben Kaffee und Kuchen
eine Ausstellung über das Entstehen der Kirche, die ursprünglich
unter enormen „zeitbedingten“ Schwierigkeiten (1951/52) zu
bauen war. Die Versammelten mussten nun, 50 Jahre später, eine lange
Liste von betrieblichen Mängeln und baulichem Verfall notieren und
beschlossen, alles zu tun, ihre unter Denkmalschutz stehende Kirche zu
retten. Hierzu gründeten sie nach dem Beispiel der Kirche in Prerow
einen Förderverein.
Der anwesende Architekt von 1950/51, Hardt-Waltherr Hämer, wurde
mit der behutsamen Erneuerung des Denkmals betraut. Er sagte zu und versprach
für ein neues Geläut zu sorgen, wie es die Denkmalpflege 1996
verlangt hatte. Damit begann eine sehr schwierige Suche nach verträglicher
Vervollständigung bisher fehlender Betriebsanlagen ohne störende
Veränderung des lieb gewordenen ursprünglichen baulichen Bildes.
Mit allen Zuständigen
und Betroffenen, der Kirchengemeinde Prerow (Eigentümerin der Kirche),
der Gemeinde Ahrenshoop, den Kirchenbauämtern, dem Landesamt für
Denkmalpflege und unserem Förderverein Schifferkirche Ahrenshoop
e.V., wurde inzwischen die Planung dieser bewahrenden Erneuerung in einem
intensiven Prozess über drei Jahre ausführlich entwickelt und
meist in der Kirche „vor Ort“ abgestimmt.
Der Bauantrag wurde im Oktober 2004 genehmigt. Gegen den weiteren Verfall
und für zügigen Bauablauf hoffen wir nun sehr auf Spenden und
auf einen Förderzuschuss, den wir beantragt haben. Möglichst
zum Baubeginn im Frühjahr 2005.
- Sechs Dreigelenkbinder
tragen die Kirche und bestimmen ihre Form. Sie eröffnen den hohen
Innenraum, der über die Altarwand im Osten und über die Eingangsseite
im Westen Tageslicht erhält. Die Gründung für die tragende
Funktion der Binder mussten wir damals (1950/51) mangels bewehrtem Beton
mit Trümmerschutt und Rundeisenzugband im Fußboden sichern.
Dieser konstruktive Notbehelf hat sich über 53 Jahre bewährt.
Aber im September 2004 zeigten die Fundamente genau dort Risse, wo die
Auflager der Binder im Grund verankert und untereinander auf Zug verbunden
sind. Die Fundamente und Zugeisen sind also möglichst bald so zu
ertüchtigen, dass sie den tragenden Bestand auf Dauer bewahren.
- Die überalterte
Elektroanlage gefährdet den Bestand des Holzbaues mit Rohrdach
erheblich und muss nach heutigen Bestimmungen des Brandschutzes vollständig
erneuert werden. Erste Maßnahmen zur Sicherung wurden bereits
durchgeführt. Ein sicheres Wärme - und Lüftungssystem
im Fußboden und im Dachraum soll möglichst bald (als Ersatz
für die jetzige elektrische Heizung) installiert werden.
- Eine kleine Sakristei
muss im Osten angebaut werden, um den sakralen Raum zu entlasten. Es
braucht endlich Raum für die sichere Aufstellung neuer Steuerungen
von Elektroanlagen, der Wärme - und Lüftungszentrale, des
Geläuts und der Orgel. Auch der bisher fehlende zweite Fluchtweg
für den Kirchenraum ist hier vorgesehen. Mit dem Anbau der Sakristei
und den Wegfall des später angefügten Glockendaches wird auch
die Forderung der Denkmalpflege erfüllbar, die ursprünglichen
Proportionen des Ostgiebels zum Friedhof auf dem Schifferberg wiederherzustellen.
- Der Fußboden
in der Kirche ist an vielen Stellen abgesackt und muss stabilisiert
werden. Dabei wären auch die Kanäle einzubauen für Heizung
und Lüftung, für die Elektroanlagen, das Geläut und die
Orgel.
- Das Geläut
wird, der Forderung des Denkmalschutzes und des Glockensachverständigen
entsprechend, in einen eigenen Glockenturm neben den Ostgiebel gestellt.
- Die Westfassade,
das Gesicht der Kirche zur Wetterseite, ist verwittert, in wesentlichen
Teilen zerstört. Sie soll mit witterungsbeständigeren Harthölzern
instand gesetzt werden. Die Glasflächen der Fassade sollen weitgehend
erhalten (Denkmalschutz) und mit einem Sonnenschutz versehen werden,
um den Schatten zu gewinnen, den ursprünglich hohe Bäume vor
der Westfassade spendeten.
Denkmalpflegerische
Zielstellung ist das Bewahren und Wiederherstellen der historischen Substanz
bei Ertüchtigung der Grundanforderungen an Sicherheit und betriebliche
Funktion.
Mit dem Hinzufügen von Sakristei und Glockenturm werden deren beide
Funktionen abgeteilt, womit alle Teile, Andachtsraum, Glockenturm und
die in der Sakristei untergebrachten verschiedenen Funktionen je störungsfrei
ertüchtigt werden.
So werden die, bisher hilfsweise verunstalteten Fassaden im Westen und
Osten, im ursprünglichen Sinne korrigiert und wiederhergestellt.
Sakristei und Glockenturm bleiben ganz im Denkmalsinne „hinzu gestellt“.
Für dieses behutsame
Bewahren und Erneuern brauchen wir jede Hilfe:
Der Förderverein Schifferkirche Ahrenshoop e.V. wurde im Dezember
2001, dem Jahr des 50-jährigen Bestehens der Ahrenshooper Kirche
gegründet. Er verfolgt den Zweck, die bauliche Erhaltung einschließlich
eventuell erforderlicher Erneuerungen des denkmalgeschützten Bauwerkes
sowie seines Umfelds zu fördern.
Für Ihre Hilfe
und Unterstützung sind wir sehr dankbar.
FÖRDERVEREIN SCHIFFERKIRCHE AHRENSHOOP e.V.
Sparkasse Vorpommern, BLZ 15 050 500, Konto 537 003 436
Wer uns helfen will, wende sich bitte an die Vorsitzenden:
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Dr. Otto
Seeberg
Tschaikowskistraße 58
13156 Berlin
Tel. 030 - 4
85 79 09
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Gertrud Wegscheider
Dorfstraße 26a
18347 Ahrenshoop
Tel. 03 82 20
- 8 01 04
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