Architektur |
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Die Kirche besteht aus sechs Dreigelenkbindern aus Holz, die mit ihren Spitzbögen auf manche einen gotischen, einen erhabenen Eindruck machen. Diese Rippen sind innen sichtbar, aber des konstruktiven Ausdrucks wegen ausdrücklich auch außen, wo sie unter dem Rohrdach in das aus Betonbrocken gebildete Fundament führen und dem Baukörper eine eigenwillige, geordnete Plastizität geben. Der mit Ziegelsteinen gepflasterte Bau ist zugleich der Raum, den er enthält, und der Raum, der innen wie außen mit übereinander gestülpten Brettern geschlossen ist, ist zugleich das Dach. Licht für die Gemeinde strömt durch die vollständig verglaste Westfassade über den Vorraum herein, der oben die Empore und die schmale steile Treppe, die zu ihr führt, enthält - wenngleich durch die 1961 eingefügte kleine Schuke-Orgel ein wenig gebremst. Den Altar wiederum trifft das Licht in seiner Nische raffinierter: durch zwei hohe, schmale, unsichtbar nach außen versetzte Fensterbahnen links und rechts. Ihren gewissen Pfiff aber verdankt das kleine Gebrauchskunstwerk dem Zwang zu äußerster Sparsamkeit und findiger Improvisation: Die Marmorplatte des Altars deckte vorher den Schreibtisch von Hämers Vater in Prerow; die von drei aus Holz geschnitzten Kinderfiguren getragene Taufschale war die größte eines Satzes von Schüsseln, die seine Mutter aus Russland mitgebracht hatte; die Altarleuchter hat Hämer selber hergestellt, beim Dorfschmied, dem wiederum die Kerzenhalter an den Bänken im Gang zu danken sind, aber auch das Alpha und Omega an der Eingangsfassade sowie das Kreuz am First. Die Eichentür ist, um sie gegen, Fäulnis zu schützen, »wunderbar mausgrau« geräuchert worden - im Badezimmer der Familie Oberländer-Seeberg. Die Bildhauerin Doris Oberländer-Seeberg hat die Inneneinrichtung der Kapelle aus einer am Bauplatz gefällten Pappel geschaffen: den Taufständer, die Kanzel (mit Worten und den Symbolen der vier Evangelisten), einen Spruch aus dem Johannes-Evangelium, der die Altarwand ziert: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich«. Die vier von der Decke herabhängenden Schiffsmodelle (Glaube, Liebe, Hoffnung, Frieden) hat der Ahrenshooper Kapitän Heinrich Voss in den fünfziger Jahren gebaut und gestiftet." (Aus:
Hardt-Waltherr Hämer, Stadt im Kopf, herausgegeben von Manfred Sack
An dieser Stelle möchten wir auf ein kürzlich erschienenes Buch über die Bildhauerin Doris Oberländer-Seeberg verweisen:
Der Architekt Prof. Dr.-Ing. E.h. Hardt-Waltherr Hämer Ehrensenator der
Universität der Künste Berlin
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1922 |
in Hagen bei Lüneburg geboren |
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1947 - 52 |
Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin (HfbK) |
1952 Abschluß Architekt HfbK (mit Auszeichnung) |
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1949 - 51 |
Kirche in Ahrenshoop, Fischland/Darss |
unter Denkmalschutz gestellt |
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1948 - 59 |
Mitarbeit in den Büros: |
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1959 |
Selbständig in Sozietät mit M.-Brigitte Hämer-Buro |
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1961 - 66 |
Theater und Festsaal
Ingolstadt |
1967 BDA-Preis Bauherr und Architekt |
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1967 - 86 |
Professur für Entwerfen Versammlungsstätten und Stadterneuerung an der HdK Berlin |
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1967 - 70 |
Katharinen-Gymnasium
Ingolstadt |
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1968 - 74 |
Putbusser Straße
23/31, Berlin-Wedding |
Pilotprojekt für erhaltende Sanierung, Modernisierung |
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1971 - 73 |
Wissenschaftlicher Geschäftsführer zur Gründung des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU), Darmstadt |
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1974 - 78 |
Umbau und Erweiterung des Staatstheaters Wiesbaden mit dem Staatsbauamt Hessen ausgeführt |
1982 als "vorbildlich" ausgezeichnet durch die Architektenkammer Hessen |
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1974 - 80 |
SCK Block 118, Berlin-Charlottenburg Sanierung, Modernisierung; Planung und Ausführung 450 WE |
1978 ausgezeichnet mit der Goldmedaille für Berlin im Bundeswettbewerb "Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau"; 1978 Deutscher Architekturpreis 1981 Sir R. Matthew-Preis, UIA Warschau als Anerkennung für Block 118 |
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1975 - 77 |
Kollegstufe des Katharinen-Gymnasiums Ingolstadt ausgeführt |
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1976 - 77 |
Gutachten zur behutsamen Erneuerung der Kölner Neustadt |
Ein Beitrag zur Diskussion der Stadterneuerung in Köln |
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1977 - 79 |
Gutachten und Ausführungsplanung zur Erhaltung Hellershofsiedlung (Mart Stam) Frankfurt/M. |
In Zusammenarbeit mit Landeskonservator Hessen |
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1977 - 82 |
Stadthalle und HOT Paderborn - Ausführung |
1982 Fritz-Schumacher-Preis für hervorragende Leistungen in der Einfügung bedeutender öffent-licher Bauten in historische Stadtumgebungen |
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1977 - 89 |
Gründung und Leitung des Forschungs-schwerpunktes Stadterneuerung an der HdK Berlin |
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1979 - 85 |
Planungsdirektor Stadterneuerung der Internationalen Bauausstellung Berlin (IBA 84/87) |
1985 Verleihung des Kritiker-Preises des Verbandes der Deutschen Kritiker e.V. für den Beitrag zur "behutsamen Stadt-erneuerung" in Kreuzberg |
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seit 1986 |
Geschäftsführender Gesellschafter der S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung GmbH, Nachfolge-Gesellschaft der IBA, Stadterneuerung; Referenz: Land Berlin - Reg. Bürgermeister |
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1986 Dr. E.h. Dipl.-Ing. der Technischen Universität München |
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1989 Verleihung des Schinkel-ringes durch das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz |
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Seit 1970 Mitglied der Akademie der Künste Berlin 1989 - 1997 Vizepräsident 1993 Bundesverdienstkreuz für behutsame Stadterneuerung abgelehnt wegen Behinderung der behutsamen Stadterneuerung in Kreuzberg |
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| 1995 - 2003 Mitglied und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Bauhaus Dessau | |||
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1997 Bundesverdienstkreuz für behutsame Stadterneuerung |